Ich bin ziemlich viel unterwegs. FRA ist mein Heimatflughafen, von welchem ich mich ins zu allermeist geschäftliche Abenteur stürze. Wohin es mich verschlägt? Das bestimme ich zumeist selbst, mal hier mal dort, jedoch immer mit Aufgaben und einem Plan im Gepäck. Manchmal länger, manchmal kürzer. Wer reist kann was erzählen. Skurile, lustige, unglaubliche und triviale Erlebnisse, Erfahrungen und Meinungen. Gschichten aus der "Business-Class" ...
Freitag, 27. Januar 2012
Wolkenlos
Das ging flott. Der Jetlag scheint überwunden, ich bin akklimatisiert! Die kommenden zwei Tage werde ich mich in einem Meeting-Raum wiederfinden und diverse, dieses Jahr betreffende Themen zusammen mit meinen zwei Kollegen analysieren und besprechen. Wir starten an beiden Tagen morgens um 7:00 Uhr mit einem Frühstück bei Dennys. Wie auch schon die Tage zuvor zeigt sich der Himmel wolkenfrei, die Sonne und der blaue Himmel tun gut, bei all dem Grau zu Hause. Am ersten Morgen gönne ich mir einen Creamy Banana Frenchtoast, Rührei und Speck, am zweiten erneut einen French Toast, sowie Rührei, Speck und Würstchen.
Unterbrochen von schnellen Mittagessen setzen wir unsere Besprechungen bis 17:00 Uhr fort, bevor wir die Tage mit einem Abendessen beenden. Alles sehr unspektakulär. Dennoch finde ich Gefallen an Phoenix, ist das Wetter doch immer recht sonnig, die Temperaturen angenehm. Wie gerne würde ich ein paart Runden Golf spielen, mit einem meiner Kollegen hätte ich bereits einen guten Flightpartner. Ich denke im Mai, wenn ich erneut in den Staaten sein werden (dazwischen im Februar in Charlotte und Chicago), nehme ich meine Golfschläger mit und verbringe ein paar Tage in der Heimatstadt meines Kollegen, so dass wir einige gemeinsame Runden drehen können.
Kaum versehe ich mich, ist es schon Freitag, der Tag der Rückreise nach Deutschland. Wie sollte es auch anders sein hat mein Flug Verspätung, ich hoffe, das geht alles gut. Vier Stunden Aufenthalt habe ich in Los Angeles, das sollte ausreichen. Am Flughafen lerne ich Shaun kennen. Er hat, wie Rudi vor wenigen Tagen, heute seinen ersten Flug. Shaun ist drei Jahre alt, ein blonder Bursche der mit seinem leeren Buggy, in welchem er normalerweise sitzt, durch die Reihen wartender Passagiere wirbelt. Schnell zieht er alle in seinen Bann, einschließlich der Crew, die auf das Flugzeug wartet. Auch im Flieger unterhält er die umliegenden Fluggäste mit seinen charmanten Kommentaren zu seinem Erstflug. Zum Glück habe ich auf Economy Plus upgegradet, da ich mein Gepäckstück unter dem Vordersitz verstauen mag und der Sitzabstand hier etwas größer ist.
Gut 3 Stunden Aufenthalt habe ich in Los Angeles, welche ich, nach einem längeren Fußmarsch zum Lufthansa-Terminal und dem Check-In, in der Star Alliance-Lounge verbringen werde. Die LH 457 bringt mich nach Frankfurt!
Mittwoch, 25. Januar 2012
Jetlag
Dass es eine kurze Nacht würde, das konnte ich mir schon vor dem Abflug am Vortag Richtung Phoenix denken. Letztendlich waren es heute Nacht 3,5 Stunden, in welchen ich mich etwas von den Strapazen der Anreise erholen konnte.
Gegen 7:00 Uhr treffe ich mich mit meinen Kollegen zum Frühstück. Die Lobby des Hotels, wie auch das dazugehörige Restaurant wurden rundum modernisiert, seit meinem letzten Besuch vor ca. 3 Jahren. Leider scheint es so zu sein, dass, zumindest in den USA, die Courtyard-Hotel-Restaurants im Laufe der Zeit durch Starbucks-Cafe’s ersetzt werden, welche in die Hotellobby integriert werden. Entsprechend standardisiert fällt auch das Frühstück aus – nicht schlecht, jedoch auch keinerlei Individualität mehr.
Punkt acht Uhr starten wir mit unserem ersten Besuch bei einem der großen Elektronikkomponenten-Distributoren, in dessen Integrations-Fabrik. Von Server-Türmen bis zu medizinischen Geräten werden hier Unterbaugruppen für diverse Kunden zusammengeschraubt. Um eins geht’s dann flott weiter mit einem Meeting bei dessen Wettbewerber, der uns gegen Abend dann noch zum Essen ins Cafe Boa, in Phoenix-Tempe einlädt.
Gegen jegliche Erwartung finden wir uns in einem Restaurant wieder, welches ausschließlich regionale und ökologisch korrekte Speisen anbietet, das Ganze noch in einem mit Bedacht renovierten und gemütlich eingerichteten, älteren Backsteingebäude. Auch die Umgebung, die von der Aizona State University geprägt wird, lädt durchaus dazu ein, noch ein paar Stündchen und Drinks zu verweilen. Leider jedoch sind wir alle sehr geschafft vom Tagesgeschäft, sodass ich mich gegen 20:30 Uhr wieder in meinem Hotelzimmer befinde. Da ich noch nicht sofort schlafen gehen will, schaue ich ein wenig fern in der ARD-Online-Mediathek.
Gegen 7:00 Uhr treffe ich mich mit meinen Kollegen zum Frühstück. Die Lobby des Hotels, wie auch das dazugehörige Restaurant wurden rundum modernisiert, seit meinem letzten Besuch vor ca. 3 Jahren. Leider scheint es so zu sein, dass, zumindest in den USA, die Courtyard-Hotel-Restaurants im Laufe der Zeit durch Starbucks-Cafe’s ersetzt werden, welche in die Hotellobby integriert werden. Entsprechend standardisiert fällt auch das Frühstück aus – nicht schlecht, jedoch auch keinerlei Individualität mehr.
Punkt acht Uhr starten wir mit unserem ersten Besuch bei einem der großen Elektronikkomponenten-Distributoren, in dessen Integrations-Fabrik. Von Server-Türmen bis zu medizinischen Geräten werden hier Unterbaugruppen für diverse Kunden zusammengeschraubt. Um eins geht’s dann flott weiter mit einem Meeting bei dessen Wettbewerber, der uns gegen Abend dann noch zum Essen ins Cafe Boa, in Phoenix-Tempe einlädt.
Gegen jegliche Erwartung finden wir uns in einem Restaurant wieder, welches ausschließlich regionale und ökologisch korrekte Speisen anbietet, das Ganze noch in einem mit Bedacht renovierten und gemütlich eingerichteten, älteren Backsteingebäude. Auch die Umgebung, die von der Aizona State University geprägt wird, lädt durchaus dazu ein, noch ein paar Stündchen und Drinks zu verweilen. Leider jedoch sind wir alle sehr geschafft vom Tagesgeschäft, sodass ich mich gegen 20:30 Uhr wieder in meinem Hotelzimmer befinde. Da ich noch nicht sofort schlafen gehen will, schaue ich ein wenig fern in der ARD-Online-Mediathek.
Rudi in Amerika
Ich bin kein Frühaufsteher auch, wenn ich dieses Mal überraschend fit aus den Federn steige. Gestern Abend habe ich noch alles Notwendige für meine erste USA-Reise in 2012 gepackt. Das erste Mal werde ich kein Gepäckstück aufgeben und lediglich mit Handgepäck reisen. Mal sehen, ob mir eingepackten Klamotten für diese 5-Tagesreise reichen oder ob ich stinkend zurückfliegen muss. Heute führt mich mein Weg über Frankfurt nach Mailand, von dort nach Zürich, dann nach Los Angeles und letztlich nach Phoenix in Arizona. In Fluggesellschaften ausgedrückt heißt dies erst LH (Lufthansa), dann LX (Swiss), dann wieder LX und dann DL (Delta).
Der Flug mit Delta wird eine Premiere, noch nie bin ich mit diesem Carrier, der nicht zur Star Alliance gehört, geflogen. Wird schon alles gut gehen.
Um kurz vor sechs verlassen mein Mann und ich das Haus in Richtung Flughafen. Dort angekommen geht’s direkt zum Gate. A38, viel weiter hinten im Terminal hätte es nicht mehr sein können, wenigstens keine Außenposition und damit Direkteinstieg in die Maschine. In Mailand angekommen checke ich sofort für die LX-Flüge ein und habe Glück, dass ich noch auf die frühere Maschine nach Zürich umgebucht werde. Zum einen lädt die Lounge am Flughafen, wie auch der Flughafen selbst in Mailand Malpensa nicht wirklich zum Verweilen ein. Weiterhin wird mein ursprünglich geplanter Flug mit Verspätung Mailand verlassen, wie sich später zeigen wird. Somit habe ich genügend Puffer, um in Zürich meinen Langstreckenflug LX40 zu erreichen.
Durch die Umbuchung sollte ich ursprünglich in Business auf dem Weg von Mailand nach Zürich kein Essen bekommen, da diese natürlich abgezählt sind und ich kurzfristig an Bord komme. Dennoch klappt es, nicht alle haben wohl Hunger an diesem Morgen bzw. schon reichlich gefrühstückt. Die Panorama Lounge im Terminal E in Zürich ist nicht wirklich der Hit, viel zu viel los, die Möbel laden nicht wirklich zum Verweilen ein. So kommt es mir gerade recht, dass die Zeit bis zum Flug nicht allzu lange ist und ich schon zum Gate kann. Dort angekommen sticht mir eine Person ins Auge, die ich kenne, die wohl viele Leute kennen. Es handelt sich um die Grand-Dame der Fernsehgala-Moderatorinnen, Desiree Nosbusch. In Natura sieht sie tatsächlich recht attraktiv aus, hat sich gut gehalten für ihr Alter. Ob sie wohl First fliegt? Es wird sich später klären.
An Bord nehme ich meinen Platz 8K, einen Einzelplatz am Fenster ein. Die neue Swiss-Business ist wirklich empfehlenswert, ausreichend Platz, der Sitz ist angenehm. Kurz vor dem Abflug werde ich vom Maître de Cabin, wie es bei der Swiss heiß, persönlich und namentlich begrüßt. Der Service ist tadellos, das Essen um Längen besser als bei der LH, rundherum prima. Die ersten Stunden verbringe ich erst einmal mit Arbeit, Vorbereitungen für meine Meetings in den kommenden Tagen. Zur Entspannung höre ich die ein oder andere CD aus dem Bordunterhaltungsprogramm, dazwischen die Filme (Date Night und Contagion, beide ok, um die Zeit zu überbrücken). Auf dem Weg zur Toilette komme ich mit Sarah, einer der Flugbegleiterinnen in der Business Class ins Gespräch. Für die nächsten 30 Minuten entwickelt sich ein angeregtes Gespräch über die Arbeit und Anforderungen von bzw. an Flugbegleiter, die Lieblingsstrecken von Sarah bis hin zu den diversen Promis, die sie bereits an Bord hatte. U.a. diverse Rennfahrer (die in Wirklichkeit lt. Sarah schmale Leichtgewichte sind, die beim kleinsten Windstoß davonfliegen würden), so u.a. Mikka Häkkinen, zudem George Clooney (fliegt Business, ist Senator) usw.
Als ich Sarah darauf anspreche, dass heute ja mit Frau Nosbusch ein Promi an Bord ist, teilt sie mir mit, dass es noch einen weiteren, weitaus bekannteren VIP in der Maschine gibt. Frau Nosbusch fliegt übrigens Business (auf 4A, also der Sitz den ich mir eigentlich reservieren wollte), der prominente Senator in der First war schon Gouvernator bzw. der GOUVERNATOR oder Terminator – Arnold Schwarzenegger. Ich solle bitte nicht gleich nach Vorne stürmen hatte ich mich Sarah gebeten, ansonsten hätte sie es mir nicht gesagt. Da kann ich sie beruhigen, auf Celebrities fahre ich in keinster Weise ab. Außerdem ist noch ein Promi mit mir in den Flieger gestiegen, es ist Rudi Reise. Es ist seine erste Reise in die Vereinigten Staaten, mal sehe was wir so alles zusammen erleben werden.
Gealtert ist er – Arnold Schwarzenegger. Imposant erscheint er dennoch, breitschultrig bei gut 1,85m. Während ich an der Immigration stehe und warte, warte und warte, da sich der Officer enorm viel Zeit lässt, schlendert Arni begleitet von zwei Sicherheitsbeamtinnen an mir vorüber. Nun noch ein Flug, der mich nach Phoenix bringen wird. Um ein Haar hätte ich ihn verpasst, da ich vertieft in Arbeit am Gate 55A gesessen bin und nicht mitbekommen habe, dass sich ein Wechsel des Abflugsteiges ergeben hat. Nur kurz vor dem Abflug ist mir dies aufgefallen. Nun sitze ich also schon seit gut 20 Minuten am neuen Abfluggate, jedoch hat sich auch dieses schon wieder geändert. Nur leider weiß niemand ein neues Gate nur, dass sich die Abflugzeit um drei Stunden auf 22:39 Uhr verschiebt. Das heißt ich werde vor ein Uhr nachts sicher nicht im Bett sein. Das heißt auch, dass dies das erste und letzte Mal sein wird, dass ich bewusst Delta gebucht habe!
Nach einem erneuten Gate-Change zum ursprünglichen Flugsteig treffe ich eine 33-jährige, blonde und äußerst mitteilungsbedürftige Schönheit getroffen, die mir die Zeit durch die Erzählung ihrer mehr oder weniger kompletten Lebensgeschichte gut überbrückt. Nicht ungern hätte ich jedoch darauf verzichtet, da eine 3-stündige Dauerbeschallung durchaus auch anstrengend sein kann. Nach einer gut 25-stündigen Reise und Ankunft um 2:30 Uhr im Hotel, sage ich gute Nacht!
Der Flug mit Delta wird eine Premiere, noch nie bin ich mit diesem Carrier, der nicht zur Star Alliance gehört, geflogen. Wird schon alles gut gehen.
Um kurz vor sechs verlassen mein Mann und ich das Haus in Richtung Flughafen. Dort angekommen geht’s direkt zum Gate. A38, viel weiter hinten im Terminal hätte es nicht mehr sein können, wenigstens keine Außenposition und damit Direkteinstieg in die Maschine. In Mailand angekommen checke ich sofort für die LX-Flüge ein und habe Glück, dass ich noch auf die frühere Maschine nach Zürich umgebucht werde. Zum einen lädt die Lounge am Flughafen, wie auch der Flughafen selbst in Mailand Malpensa nicht wirklich zum Verweilen ein. Weiterhin wird mein ursprünglich geplanter Flug mit Verspätung Mailand verlassen, wie sich später zeigen wird. Somit habe ich genügend Puffer, um in Zürich meinen Langstreckenflug LX40 zu erreichen.
Durch die Umbuchung sollte ich ursprünglich in Business auf dem Weg von Mailand nach Zürich kein Essen bekommen, da diese natürlich abgezählt sind und ich kurzfristig an Bord komme. Dennoch klappt es, nicht alle haben wohl Hunger an diesem Morgen bzw. schon reichlich gefrühstückt. Die Panorama Lounge im Terminal E in Zürich ist nicht wirklich der Hit, viel zu viel los, die Möbel laden nicht wirklich zum Verweilen ein. So kommt es mir gerade recht, dass die Zeit bis zum Flug nicht allzu lange ist und ich schon zum Gate kann. Dort angekommen sticht mir eine Person ins Auge, die ich kenne, die wohl viele Leute kennen. Es handelt sich um die Grand-Dame der Fernsehgala-Moderatorinnen, Desiree Nosbusch. In Natura sieht sie tatsächlich recht attraktiv aus, hat sich gut gehalten für ihr Alter. Ob sie wohl First fliegt? Es wird sich später klären.
An Bord nehme ich meinen Platz 8K, einen Einzelplatz am Fenster ein. Die neue Swiss-Business ist wirklich empfehlenswert, ausreichend Platz, der Sitz ist angenehm. Kurz vor dem Abflug werde ich vom Maître de Cabin, wie es bei der Swiss heiß, persönlich und namentlich begrüßt. Der Service ist tadellos, das Essen um Längen besser als bei der LH, rundherum prima. Die ersten Stunden verbringe ich erst einmal mit Arbeit, Vorbereitungen für meine Meetings in den kommenden Tagen. Zur Entspannung höre ich die ein oder andere CD aus dem Bordunterhaltungsprogramm, dazwischen die Filme (Date Night und Contagion, beide ok, um die Zeit zu überbrücken). Auf dem Weg zur Toilette komme ich mit Sarah, einer der Flugbegleiterinnen in der Business Class ins Gespräch. Für die nächsten 30 Minuten entwickelt sich ein angeregtes Gespräch über die Arbeit und Anforderungen von bzw. an Flugbegleiter, die Lieblingsstrecken von Sarah bis hin zu den diversen Promis, die sie bereits an Bord hatte. U.a. diverse Rennfahrer (die in Wirklichkeit lt. Sarah schmale Leichtgewichte sind, die beim kleinsten Windstoß davonfliegen würden), so u.a. Mikka Häkkinen, zudem George Clooney (fliegt Business, ist Senator) usw.
Als ich Sarah darauf anspreche, dass heute ja mit Frau Nosbusch ein Promi an Bord ist, teilt sie mir mit, dass es noch einen weiteren, weitaus bekannteren VIP in der Maschine gibt. Frau Nosbusch fliegt übrigens Business (auf 4A, also der Sitz den ich mir eigentlich reservieren wollte), der prominente Senator in der First war schon Gouvernator bzw. der GOUVERNATOR oder Terminator – Arnold Schwarzenegger. Ich solle bitte nicht gleich nach Vorne stürmen hatte ich mich Sarah gebeten, ansonsten hätte sie es mir nicht gesagt. Da kann ich sie beruhigen, auf Celebrities fahre ich in keinster Weise ab. Außerdem ist noch ein Promi mit mir in den Flieger gestiegen, es ist Rudi Reise. Es ist seine erste Reise in die Vereinigten Staaten, mal sehe was wir so alles zusammen erleben werden.
Gealtert ist er – Arnold Schwarzenegger. Imposant erscheint er dennoch, breitschultrig bei gut 1,85m. Während ich an der Immigration stehe und warte, warte und warte, da sich der Officer enorm viel Zeit lässt, schlendert Arni begleitet von zwei Sicherheitsbeamtinnen an mir vorüber. Nun noch ein Flug, der mich nach Phoenix bringen wird. Um ein Haar hätte ich ihn verpasst, da ich vertieft in Arbeit am Gate 55A gesessen bin und nicht mitbekommen habe, dass sich ein Wechsel des Abflugsteiges ergeben hat. Nur kurz vor dem Abflug ist mir dies aufgefallen. Nun sitze ich also schon seit gut 20 Minuten am neuen Abfluggate, jedoch hat sich auch dieses schon wieder geändert. Nur leider weiß niemand ein neues Gate nur, dass sich die Abflugzeit um drei Stunden auf 22:39 Uhr verschiebt. Das heißt ich werde vor ein Uhr nachts sicher nicht im Bett sein. Das heißt auch, dass dies das erste und letzte Mal sein wird, dass ich bewusst Delta gebucht habe!
Nach einem erneuten Gate-Change zum ursprünglichen Flugsteig treffe ich eine 33-jährige, blonde und äußerst mitteilungsbedürftige Schönheit getroffen, die mir die Zeit durch die Erzählung ihrer mehr oder weniger kompletten Lebensgeschichte gut überbrückt. Nicht ungern hätte ich jedoch darauf verzichtet, da eine 3-stündige Dauerbeschallung durchaus auch anstrengend sein kann. Nach einer gut 25-stündigen Reise und Ankunft um 2:30 Uhr im Hotel, sage ich gute Nacht!
Dienstag, 17. Januar 2012
Rudis erste Reise
Am 09.12. habe ich meinen letzten Flug in 2011 absolviert, exakt 5 Wochen später, am 16.01.2012 geht es wieder los in luftige Höhen. Das vergangene Jahr habe ich gut 140.000 Flugmeilen, gleich 90 Flügen absolviert und gut 210 Stunden damit in der Luft verbracht. Lt. der Lufthansa Miles & More Flugstatistik gehöre ich damit zwar nicht zu den absoluten Top-Kunden, jedoch befinde ich mich damit im oberen Drittel der Vielflieger. Allein auf Basis der absolvierten Flüge bin ich jedoch ganz vorn mit dabei.
Meine erste Reise im neuen Jahr führt mich in die Hauptstadt nach Berlin. Wie auch schon im vergangenen Jahr nicht zur Berlin Fashion Week, sondern um eine unserer Firmen zu besuchen, Gespräche über Pläne und Vorgaben, meine Erwartungen in 2012 zu führen.
Dennoch ist es eine Premiere. Auf dieser Reise werde ich von Rudi Reise begleitet, welcher auch in den kommenden 12 Monaten mein stetiger Mitreisender sein wird. Nach Berlin ging es mit der LH182. Bei der Vielzahl an Besuchen in Berlin fällt es mir noch immer schwer, auf den ersten Versuch hin die Mietwagen-Station zu finden. Ob das an mir oder an der m.E. schlechten Beschilderung liegt, lasse ich offen.
Eine Weile musste ich schon suchen, um das eingebaute Navigationsgerät im gemieteten Ford Fokus zu finden, beinahe hätte ich den Wagen zurückgegeben. Letztendlich wurde, und dies nicht ohne Grund, die automatische Routenführung in den Rückspiegel integriert bzw. an diesen angedockt. Eine durchaus clevere, wenn auch nicht wirklich designtechnisch schöne Lösung.
Berlin ist kalt um diese Jahreszeit. Ein leichter Nieselregen legt sich über die Stadt und nimmt damit jegliche Lust die Stadt zu erkunden. Da ich ohnehin einen Berg an Arbeit vor, hinter und über mir habe, begebe ich mich ins Marriott am Potsdamer Platz, gut gelegen und gut ausgestattet. Zum Abendessen bin ich mit einem guten Freund verabredet, der seinen Wohnsitz aus beruflichen Gründen nach Berlin verlegt hat. Als Architekt ist er dort für den Umbau des Opernhauses der Deutschen Staatsoper leitend zuständig.
Vor dem Abendmahl unternehme ich jedoch noch eine kleine Runde durch das Regierungsviertel, um Rudi ein paar Eindrücke zu verschaffen (siehe Bilder). Noch im Zentrum (Berlin Mitte) gehen wir sodann speisen, Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, umrahmt von einem leckeren Riesling von Müller-Cartoir aus der Pfalz. Auf einen längeren Absacker schauen wir danach im Scotch und Sofa im Prenzlauer Berg vorbei, einer charmanten, mit Sofas und Sesseln aus den 50er Jahren ausgestatten Kneipe. Einziger Wermutstropfen dort ist der Raucherbereich im Keller des Etablissements.
Um 8:00 Uhr am nächsten Morgen geht’s los mit meiner Besprechung, Abstimmungen hier, Vorschläge und Korrekturen dort. Vier Stunden später fahre ich wieder zum Prenzlauer Berg, dort habe ich noch einen Termin bei Neue Tische. Mein Mann und ich hatten dies im letzten Jahr bei einem Aufenthalt entdeckt. Das Label fertigt in bester Handwerkskunst in Berlin schlichte, zurückhaltend moderne Möbel, welche auf äußerst schlanken Vierkantprofilen basieren. Zwei Berliner Architekten haben den kleinen Betrieb vor wenigen Jahren gegründet (www.neue-tische.de). Zweck des Besuches ist es, sich über ein Möbelstück für unseren Gang abzustimmen. Schnell sind alle Unklarheiten geklärt, ein finales Angebot soll mir in den nächsten Tagen zugehen. Am liebsten hätte ich ein paar der Ausstellungsstücke mitgenommen, so gut haben wir mir diese gefallen.
Schon wieder sitze ich in der Lounge am Flughafen Tegel und warte auf meinen Flug LH 193. Die zwei Stunden Wartezeit überbücke ich mit einer Telefonkonferenz, welche sich mit den Zielsetzungen unseres Teams in 2012 befasst. In voller Konzentration dem Telefonat folgend und mich beteiligend, geht großen Schrittes Ulrich Wickert an mir vorbei und beäugt mich kritischen Auges. Keine Ahnung was nicht gestimmt hat, ist wohl nicht sein Tag. Ich nehme an er ist unterwegs zurück in seine Wahlheimat Paris, an Bord meines Fluges nach Frankfurt habe ich ihn jedenfalls nicht gesehen. Alt ist er geworden.
Auch der kurze Rückflug ist rasch rum, zwei Zugfahrten später bin ich gegen halb neun Uhr abends zu Hause. In den kommenden zwei Tagen wartet ein regionaler Termin auf mich. Am Montag kommende Woche geht’s dann zum ersten Mal in 2012 in die Staaten nach Los Angeles, hin mit der Swiss, zurück am Freitag mit der LH. Bis May ist mein Kalender schon wieder gut gefüllt, Reisen nach Tschechien, in die USA, Schweden, Finnland, Litauen, Indien und Asien stehen bisher auf dem Programm und weitere werden noch dazukommen.
Freitag, 21. Oktober 2011
Zwei kurze Nächte
Kurz nach zehn Uhr abends muss es gewesen sein, als ich nach der Ankunft eingeschlummert bin. Der Jetlag wirkt! Womöglich hätte ich sogar durchgeschlafen, wäre ich nicht gegen zwei Uhr nachts vom Klingeln meines Tablets unsanft geweckt worden. Nach links geräkelt, nach rechts gedreht, Stunde über Stunde. Sogar das Zählen von Schäfchen und eingelochten Golfbällen bis 100 wollte nichts helfen. Es war vorbei mit der Nachtruhe. So gegen vier Uhr morgens habe ich mich dann entschlossen zu Hause anzurufen – per Skype Videotelefonie. Nach einer guten ¾ Stunde audiovisueller Unterhaltung war ich frohgemut, dass ich nun wieder sanft einschlummern werde – von wegen. Erst gegen halb sechs muss es passiert sein, bevor mich der Wecker um sieben erneut aus dem Schlaf gerissen hat.
Bereits um 8:15 Uhr befinde ich mich auf dem Weg nach Batam Island. Batam ist eine Insel, welche Singapur vorgelagert und ein Teil Indonesiens ist. Meine asiatische Kollegin unsere Geschäftskollegen und ich setzen per Fähre, die ca. 75 Minuten benötigt, auf die Insel über. Ich muss demnächst einen neuen Reisepass beantragen, es sind nur noch 3 Seiten übrig. Die zahlreichen Visen und Stempel der letzten Jahre machen sich bemerkbar. Den ganzen Tag wird es nun um die Besichtigung der Produktionsstätten, die Abhandlung von Fragenkatalogen und weitere fachliche Gesprächen gehen – ich bin zu 150% gefordert. Am Abend wartet noch das globale monatliche Abstimmungsmeeting, Beginn ist um acht Uhr, Ende offen. Zuvor gönne ich mir jedoch noch ein kurzes Abendessen in der Executive-Lounge des Hotels, welche tatsächlich eine der Highlights dieses Hotels ist. Das nächste Mal werde ich dennoch in einer moderneren, an der Marina Bay gelegenen Herberge nächtigen. Das Marriott an der Orchard Road, sowie die Straße selbst habe ich nun schon zur Genüge gesehen.
Geschwind eile ich auch noch in die „Far East“ Shopping Mall, welche ums Eck liegt. Mal schauen, ob ich ein Smart-Cover (eine Kopie des Ipad-Covers) finde. Und siehe da, ich werde fündig, zwar in schwarz, dafür für geschenkte 20 EUR.
Nach einem langen Tag geht’s um elf ins Bett, auch draußen ist es ruhiger geworden. Für den Moment jedenfalls. War ich gerade noch im Begriff sanft einzuschlummern, holt mich ein dröhnender, tief-bassiger Popsound der 90er unsanft zurück. Kaum zu fassen, an einem Donnerstag um 23:00 Uhr gibt irgendeine wild gewordene Boygroup (es könnten die Backstreet Boys gewesen sein) ein Konzert vor einer Shopping-Mall (es hätte auch ein Baumarkt sein können). Gegen vier Uhr morgens wieder das gleiche Spiel. Ich wache auf, drehe mich in nahezu alle Richtungen, entscheide mich dann jedoch gegen sechs Uhr aufzustehen. Es ist genau der richtige Zeitpunkt – ich gehe ins hoteleigene Fitnesszentrum. Ein paar Gewichte gehoben, ein bisschen auf dem Laufband gejoggt und bereit bin ich für ein Frühstück, am äußerst reichhaltigen und abwechslungsreichen Büffet. Gegen drei Uhr bin ich zurück von meinem heutigen Lieferantenbesuch in Singapur. Ein Berg von Arbeit liegt vor mir, den ich bis in den späteren Abend abarbeiten werde. Auf dem Rückweg ins Zimmer dann noch eine aufschlussreiche Begegnung. Drei bärtige Männer in teils engen, kurzen Jeanshosen aus den 80ern, all in den 40ern/50ern steigen in den Fahrstuhl ein, mustern mich vom 27. Bis in den 16. Stock und verschwinden dann alle in Richtung eines Zimmers. Ich mag es mir nicht vorstellen! Morgen werde ich wohl auf eine der zahlreichen Driving Ranges gehen, um an meiner Golftechnik zu feilen. Das Wochenende, es kann kommen!
Nach einem langen Tag geht’s um elf ins Bett, auch draußen ist es ruhiger geworden. Für den Moment jedenfalls. War ich gerade noch im Begriff sanft einzuschlummern, holt mich ein dröhnender, tief-bassiger Popsound der 90er unsanft zurück. Kaum zu fassen, an einem Donnerstag um 23:00 Uhr gibt irgendeine wild gewordene Boygroup (es könnten die Backstreet Boys gewesen sein) ein Konzert vor einer Shopping-Mall (es hätte auch ein Baumarkt sein können). Gegen vier Uhr morgens wieder das gleiche Spiel. Ich wache auf, drehe mich in nahezu alle Richtungen, entscheide mich dann jedoch gegen sechs Uhr aufzustehen. Es ist genau der richtige Zeitpunkt – ich gehe ins hoteleigene Fitnesszentrum. Ein paar Gewichte gehoben, ein bisschen auf dem Laufband gejoggt und bereit bin ich für ein Frühstück, am äußerst reichhaltigen und abwechslungsreichen Büffet. Gegen drei Uhr bin ich zurück von meinem heutigen Lieferantenbesuch in Singapur. Ein Berg von Arbeit liegt vor mir, den ich bis in den späteren Abend abarbeiten werde. Auf dem Rückweg ins Zimmer dann noch eine aufschlussreiche Begegnung. Drei bärtige Männer in teils engen, kurzen Jeanshosen aus den 80ern, all in den 40ern/50ern steigen in den Fahrstuhl ein, mustern mich vom 27. Bis in den 16. Stock und verschwinden dann alle in Richtung eines Zimmers. Ich mag es mir nicht vorstellen! Morgen werde ich wohl auf eine der zahlreichen Driving Ranges gehen, um an meiner Golftechnik zu feilen. Das Wochenende, es kann kommen!
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Ins Reich des Tigers
Tatsächlich war ich in diesem Jahr viel unterwegs, ob West- oder Osteuropa oder Nordamerika. Asien war auf meiner Agenda bereits für die erste Jahreshälfte. Aufgrund anderer Prioritäten musste ich diese Reise jedoch zurückstellen. Nun ist es soweit, für 9 Tage geht es nach Singapur, Malaysia und Thailand – Lieferanten besuchen.
Tag 1 meiner Reise
Gerade noch rechtzeitig, mit einem kleinen Kribbeln in der Bauchgegend, ob der bereits angehäuften Verspätung, rollt die S-Bahn in den Hauptbahnhof Mannheim ein. Kaum auf dem Bahnsteig, gleitet bereits ein ICE 3 in den Bahnhof, welcher mich zum Flughafen bringen wird. Sitzplatz 62, Wagen 34, wie meist im Hotspot-Bereich, so dass ich während der Zugfahrt noch die ein oder andere Email erledigen kann.
Hierzu kommt es jedoch heute nicht. Vor mir schiebt sich ein Asiate, welcher in meinem Alter liegen dürfte, auf meinen Sitz. Ich mache ihn freundlich darauf aufmerksam, merke jedoch sofort an, dass dies ok sei, ich kann auch auf dem daneben liegenden Sitz Platz nehmen. So entstehen die besten Gespräche! In 40 Minuten Zugfahrt erfahre ich seine Herkunft (Australier mit indonesischen Wurzeln), seinen Grund in Europa zu sein (5 Wochen Osteuropa-Reise), seinen Familienstand (geschieden und leiert, dies mit einer italienisch-stämmigen Australierin), seine Berufung (Projektleiter bei SAP in Melbourne) und vieles mehr. Ein reger, beiderseitiger Gedankenaustausch, den ich in vollen Zügen genieße.
Am Flughafen angekommen trennen sich unsere Wege, Michael fliegt Quantas nach Hongkong, damit von Terminal 2, ich mach mich auf zum Checkin in Terminal 1. Ich bin eingecheckt, nach Mailand, zurück und dann nach Singapur. Nur mein Gepäck, das darf nicht mit zur ersten Station. Es wir geparkt und dann mit mir abends mitgeschickt.
Der Flug über die Alpen ist einmal mehr ein wahrer Genuß. Winterlich zeigen sich schon einige Gipfel, als trügen sie einen Hauch von Puder, der Bodensee liegt friendlich eingebettet in der voralpenlandschaft. Eigentlich hätte ich nun genügend Zeit in Mailand zu verbringen, mein Rückflug ist erst für 18:30 Uhr gebucht, also in gut 4 Stunden. Da dieses Mailand-Manöver lediglich der Kosteneinsparung dient (der Langstreckenflug ist ab Mailand deutlich günstiger als direkt ab Frankfurt), versuche ich den nächst möglichen Rückflug zu erwischen. Am Checkin bin ich wie erwartet abgeblitzt, der Flug sei überbucht. Dann eben Plan B, ein Versuch am Gate. Dort treffe ich auf eine äußerst hilfsbereite Mitarbeiterin, welche mich – zwar mit gehörigem Aufwand – auf die nächste Maschine umbucht. Keine 30 Minuten nach meiner Landung befinde ich mich bereits wieder auf dem Rückweg nach Frankfurt. Dort angekommen geht’s direkt in die neue Senator-Lounge im B-Bereich, von welchem mein Singapur-Flieger heute Abend boarden wird. Ein Cocktail hier, etwas Leberkäse dort, allerlei Arbeit erledigt und schwups ist es bereits Zeit um ans Gate zu gehen. Kurz zuvor fegt jedoch noch ein in Pelz gewickelter, russischer HON-Vamp samt Louis-Vitton-Köfferchen und Taschen durch die Lounge, welcher sich auf dem Weg nach Moskau befindet. Eine Begegnung der seltsamen und seltenen Art.
1H, dort werde ich die kommenden 12 Stunden sitzend und liegend verbringen. Schräg hinter mir, die nächste, eher seltene und durchaus beeindruckende Begegnung mit einem buddhistischen Mönch. Ich schaue mich um, ich lächle und empfange ein freundliches Lächeln meines Mitreisenden. Bis zur Landung wird er seine Gebetsmühle nicht aus der Hand legen und sie mit einer kaum merklichen Handbewegung stets in Bewegung halten. Unruhig war der Flug trotzdem, auch wenn ich immerhin sieben Stunden Schlaf finden konnte. Der Regen peitscht gegen das Flugzeug, es holpert ein wenig, wir landen auf dem Flughafen Changi in Singapur. Nun noch eine rasante Taxifahrt und ich habe es geschafft. Ich bin angekommen an meiner ersten Station. Morgen geht es per Boot nach Batam Island, der erste Geschäftstermin steht vor der Tür.
Tag 1 meiner Reise
Gerade noch rechtzeitig, mit einem kleinen Kribbeln in der Bauchgegend, ob der bereits angehäuften Verspätung, rollt die S-Bahn in den Hauptbahnhof Mannheim ein. Kaum auf dem Bahnsteig, gleitet bereits ein ICE 3 in den Bahnhof, welcher mich zum Flughafen bringen wird. Sitzplatz 62, Wagen 34, wie meist im Hotspot-Bereich, so dass ich während der Zugfahrt noch die ein oder andere Email erledigen kann.
Hierzu kommt es jedoch heute nicht. Vor mir schiebt sich ein Asiate, welcher in meinem Alter liegen dürfte, auf meinen Sitz. Ich mache ihn freundlich darauf aufmerksam, merke jedoch sofort an, dass dies ok sei, ich kann auch auf dem daneben liegenden Sitz Platz nehmen. So entstehen die besten Gespräche! In 40 Minuten Zugfahrt erfahre ich seine Herkunft (Australier mit indonesischen Wurzeln), seinen Grund in Europa zu sein (5 Wochen Osteuropa-Reise), seinen Familienstand (geschieden und leiert, dies mit einer italienisch-stämmigen Australierin), seine Berufung (Projektleiter bei SAP in Melbourne) und vieles mehr. Ein reger, beiderseitiger Gedankenaustausch, den ich in vollen Zügen genieße.
Am Flughafen angekommen trennen sich unsere Wege, Michael fliegt Quantas nach Hongkong, damit von Terminal 2, ich mach mich auf zum Checkin in Terminal 1. Ich bin eingecheckt, nach Mailand, zurück und dann nach Singapur. Nur mein Gepäck, das darf nicht mit zur ersten Station. Es wir geparkt und dann mit mir abends mitgeschickt.
Der Flug über die Alpen ist einmal mehr ein wahrer Genuß. Winterlich zeigen sich schon einige Gipfel, als trügen sie einen Hauch von Puder, der Bodensee liegt friendlich eingebettet in der voralpenlandschaft. Eigentlich hätte ich nun genügend Zeit in Mailand zu verbringen, mein Rückflug ist erst für 18:30 Uhr gebucht, also in gut 4 Stunden. Da dieses Mailand-Manöver lediglich der Kosteneinsparung dient (der Langstreckenflug ist ab Mailand deutlich günstiger als direkt ab Frankfurt), versuche ich den nächst möglichen Rückflug zu erwischen. Am Checkin bin ich wie erwartet abgeblitzt, der Flug sei überbucht. Dann eben Plan B, ein Versuch am Gate. Dort treffe ich auf eine äußerst hilfsbereite Mitarbeiterin, welche mich – zwar mit gehörigem Aufwand – auf die nächste Maschine umbucht. Keine 30 Minuten nach meiner Landung befinde ich mich bereits wieder auf dem Rückweg nach Frankfurt. Dort angekommen geht’s direkt in die neue Senator-Lounge im B-Bereich, von welchem mein Singapur-Flieger heute Abend boarden wird. Ein Cocktail hier, etwas Leberkäse dort, allerlei Arbeit erledigt und schwups ist es bereits Zeit um ans Gate zu gehen. Kurz zuvor fegt jedoch noch ein in Pelz gewickelter, russischer HON-Vamp samt Louis-Vitton-Köfferchen und Taschen durch die Lounge, welcher sich auf dem Weg nach Moskau befindet. Eine Begegnung der seltsamen und seltenen Art.
1H, dort werde ich die kommenden 12 Stunden sitzend und liegend verbringen. Schräg hinter mir, die nächste, eher seltene und durchaus beeindruckende Begegnung mit einem buddhistischen Mönch. Ich schaue mich um, ich lächle und empfange ein freundliches Lächeln meines Mitreisenden. Bis zur Landung wird er seine Gebetsmühle nicht aus der Hand legen und sie mit einer kaum merklichen Handbewegung stets in Bewegung halten. Unruhig war der Flug trotzdem, auch wenn ich immerhin sieben Stunden Schlaf finden konnte. Der Regen peitscht gegen das Flugzeug, es holpert ein wenig, wir landen auf dem Flughafen Changi in Singapur. Nun noch eine rasante Taxifahrt und ich habe es geschafft. Ich bin angekommen an meiner ersten Station. Morgen geht es per Boot nach Batam Island, der erste Geschäftstermin steht vor der Tür.
Donnerstag, 15. September 2011
Manche mögens scharf
Die Sommerpause liegt hinter mir. Einerseits habe ich es genossen, einmal nicht dienstlich unterwegs sein zu müssen. Andererseits habe ich dieses Kribbeln verspürt, welches nach spätestens zwei, drei Wochen Abstinenz aufkommt. Gemildert wurde dies natürlich durch einen phantastischen Sommerurlaub, welchen wir in den Staaten verbracht haben, inklusive Flug in der A380 in F nach SFO.
Wir schreiben den 12.09., eine Reise ins Land der Mehlspeisen steht an. Die Streckenführung wird mich von Frankfurt über Wien nach Salzburg und auf direktem Weg zurück in die Heimat führen. Wie immer ist die SEN-Lounge im Terminal A hoffnungslos überfüllt mit Transferpassagieren aus den USA. Nur kurz nutze ich also den Service, um mich mit Gesundspeisen in Form einer Banane und eines Apfels einzudecken, sowie mit einem Schluck Orangensaft und ein paar Löffeln Joghurt mein nicht eingenommes Frühstück zu kompensieren. Hier muss die LH unbedingt etwas tun und die Lounge vergrößern – ganz nach dem Vorbild der erst kürzlich im Non-Schengen-Bereich eröffneten Senator-Lounge – ein Traum.
Zurück zur Reise. Ein Frühstück der ganz besonderen Art einnehmen sehe ich einen Vielflieger, kurz vor dem Gang zum Gate. Es müssen fürchterliche Bauchkrämpfe mit einhergehender Verstopfung und erhoffter Erleichterung oder eine entsprechende Diät sein, die den Vertilger dazu bewegen, einen mit Peperoni vollbeladenen Teller ohne jegliche Beilage zu verspeisen. Ich hoffe, die grünen Bohnengewächse haben ihre Wirkung nicht verfehlt und dem leidenden Vielflieger die gewünschte Linderung gebracht.
Notausgang – ich strecke meine Beine weit von mir, breite die SZ aus und genieße den Flug – mit einer Einschränkung. Das erste Mal habe ich meinen Noise-Cancellation-Kopfhörer vergessen und weiß nun umso mehr dessen Leistung zu schätzen.
Zurück zur Reise. Ein Frühstück der ganz besonderen Art einnehmen sehe ich einen Vielflieger, kurz vor dem Gang zum Gate. Es müssen fürchterliche Bauchkrämpfe mit einhergehender Verstopfung und erhoffter Erleichterung oder eine entsprechende Diät sein, die den Vertilger dazu bewegen, einen mit Peperoni vollbeladenen Teller ohne jegliche Beilage zu verspeisen. Ich hoffe, die grünen Bohnengewächse haben ihre Wirkung nicht verfehlt und dem leidenden Vielflieger die gewünschte Linderung gebracht.
Notausgang – ich strecke meine Beine weit von mir, breite die SZ aus und genieße den Flug – mit einer Einschränkung. Das erste Mal habe ich meinen Noise-Cancellation-Kopfhörer vergessen und weiß nun umso mehr dessen Leistung zu schätzen.
Angekommen in Wien werde ich von meinem Lieferanten abgeholt, es folgt ein längeres, durch ein Mittagessen unterbrochenes Gespräch, welches gegen 16:30 Uhr endet. Allein der riesigen und extrem schmackhaften Marillenknödel wegen hat sich diese Reise bereits gelohnt.
Zurück im Hotel entschließe ich mich, das in Laufnähe gelegene Schloß Schönbrunn mit angegliedertem Park zu erkunden und den herrlichen, sonnengeschwängerten Tag zu genießen. Meine Arbeit setze ich um 18:00 Uhr fort, arbeite den Tag auf, Emails und andere Dinge ab und bereite die kommenden zwei Tage vor, um 23:00 Uhr ist Schicht im Schacht!
Der Flug nach Salzburg dauert gerade einmal 35 Minuten. Mein Nebenplatz ist leer, ich sitze direkt an einem der Turboprop-Propeller und vermisse meinen Kopfhörer. Dank des kurzen Fluges steigt der Flieger nicht allzu hoch, weshalb man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft des Wienerwaldes und Salzburger Landes genießen kann, dazu noch bei traumhaftem Wetter. Heute und morgen treffe ich meinen Kollegen bei einer unserer Unternehmen, um dort an einem VAVE-Workshop teilzunehmen. Es ist 20:30 Uhr, als wir in der Alstadt von Salzburg sitzen und ein feines Abendmahl zu uns nehmen. In meinem Fall „Gegrilltes Stubenküken auf Nuss-Risotto und Birnengemüse“. Auch meinem selbst auferlegtem Laufpensum komme ich in diesen Tagen nach und schaffe 10km in 44:30 Minuten – genau die Zielzeit für den anstehenden Halbmarathon. Leider jedoch nur die Hälfte der Strecke.
Meine Aufgaben sind für den Moment erledigt, weshalb ich mit dem letzten Flieger nach Frankfurt zurückfliegen und gegen 21:30 Uhr daheim sein werde. I am back! Nächste Woche geht’s in den Nordwesten nach Belfast. Bis Ende November steht ein straffes Programm an, ihr werdet von mir lesen!
Zurück im Hotel entschließe ich mich, das in Laufnähe gelegene Schloß Schönbrunn mit angegliedertem Park zu erkunden und den herrlichen, sonnengeschwängerten Tag zu genießen. Meine Arbeit setze ich um 18:00 Uhr fort, arbeite den Tag auf, Emails und andere Dinge ab und bereite die kommenden zwei Tage vor, um 23:00 Uhr ist Schicht im Schacht!
Der Flug nach Salzburg dauert gerade einmal 35 Minuten. Mein Nebenplatz ist leer, ich sitze direkt an einem der Turboprop-Propeller und vermisse meinen Kopfhörer. Dank des kurzen Fluges steigt der Flieger nicht allzu hoch, weshalb man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft des Wienerwaldes und Salzburger Landes genießen kann, dazu noch bei traumhaftem Wetter. Heute und morgen treffe ich meinen Kollegen bei einer unserer Unternehmen, um dort an einem VAVE-Workshop teilzunehmen. Es ist 20:30 Uhr, als wir in der Alstadt von Salzburg sitzen und ein feines Abendmahl zu uns nehmen. In meinem Fall „Gegrilltes Stubenküken auf Nuss-Risotto und Birnengemüse“. Auch meinem selbst auferlegtem Laufpensum komme ich in diesen Tagen nach und schaffe 10km in 44:30 Minuten – genau die Zielzeit für den anstehenden Halbmarathon. Leider jedoch nur die Hälfte der Strecke.
Meine Aufgaben sind für den Moment erledigt, weshalb ich mit dem letzten Flieger nach Frankfurt zurückfliegen und gegen 21:30 Uhr daheim sein werde. I am back! Nächste Woche geht’s in den Nordwesten nach Belfast. Bis Ende November steht ein straffes Programm an, ihr werdet von mir lesen!
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